Historisches Trauma und persönliche Identität in der Konzeptkunst von Sabina Kaluza
Sabina Kaluza, eine deutsch-polnische Konzeptkünstlerin, verarbeitet in ihrem Werk „D-Day HEERES-GRUPPE MIT FRANZ“ historische Traumata und persönliche Identität. Die Installation von 2016 besteht aus einem Stahlrahmen, einer Plexiglasscheibe und 1.840 anonymen Erkennungsmarken der Wehrmacht – der damaligen Stärke der 77. Infanteriedivision während der Normandie-Schlacht. Eine Marke trägt die Identifikationsnummer ihres Großvaters Franz, wodurch das Werk tief in ihrer Familiengeschichte verwurzelt ist.
Die geometrische Anordnung symbolisiert Zerbrechlichkeit und Fragmentierung, während die mit Jutegarn umwickelten Marken die Verflechtung individueller Schicksale darstellen. Kaluza verbindet persönliche und historische Geschichten, um kollektives Gedächtnis, Identität und die Folgen von Krieg und Trauma zu hinterfragen. Ihr Werk ist ein zeitloses Medium der Reflexion über die menschlichen Kosten von Krieg und die universelle Bedeutung von Erinnerung.

Den gesamten Text von S.Lefronnza finden Sie unter: D-Day HERRESGRUPPE MIT FRANZ