Der prekäre Tanz zwischen Anmut und Vergänglichkeit

Die Plastik mit dem Titel „reigen“ zeigt nackte weibliche Füße, die wie die einer Ballerina auf Zehenspitzen tanzen. Unter dem Druck dieser Füße bricht eine Glasscheibe, auf deren Oberfläche sich zentrifugale Linien ausbreiten – wie Lebenslinien. Diese Linien verdeutlichen die Zerbrechlichkeit des Lebens und erinnern daran, wie fein der Grat zwischen Stabilität und Bruch ist.

Der Tanz, der anmutig und leicht erscheint, wird durch die fragile Grundlage der zersprungenen Scheibe in einen Zustand des Balancierens transformiert. Der „reigen“ wird so zu einer poetischen Metapher für den Akt des Lebens: ein ständiges Streben nach Gleichgewicht, trotz der Gefahren und Unsicherheiten, die darunter lauern.

 

Die Verbindung von Bewegung und Zerbrechlichkeit thematisiert, wie jedes Leben einem Tanz gleicht – einem Tanz, bei dem jeder Schritt sowohl Anmut als auch das Risiko des Scheiterns birgt. Dieses Werk zeigt nicht nur die äußere Schönheit des Tanzes, sondern auch die innere Spannung und die Verletzlichkeit, die in jedem Moment mitschwingen. Der „Reigen“ ist damit ein Sinnbild für das menschliche Streben, im fragilen Dasein dennoch standhaft und ausdrucksstark zu bleiben.

Link zum vollständigen Text: reigen