Weibliche Identität zwischen Erdung und Freiheit: Eine künstlerische Reflexion von Sabina Kaluza

Das Werk von Sabina Kaluza thematisiert Frau-Sein und weibliche Identität in der heutigen Gesellschaft. Ein umgedrehter, gegabelter Baumstamm symbolisiert den Unterleib, metallene Scheiben die Füße. Die natürliche Form im Astgabelbereich erinnert an einen weiblichen Torso. Die Frau steht kraftvoll, geerdet und selbstbewusst, fern klassischer Attribute wie Schönheit oder Zartheit, sondern robust und naturnah.

Im Oberteil des Baums sind Plexiglasscheiben eingelassen, teils mit Symbolen, die Entwicklungsmöglichkeiten andeuten: ein Kreis steht für Zentrum, eine Linie für Menschsein, ein Kreuz für Entscheidungen und eine Wellenlinie für den Lauf der Dinge. Leere Tafeln symbolisieren offene Wahlchancen. Diese stehen der Frau zur freien Entfaltung ihres Selbst zur Verfügung.

Die Figur strahlt Mut und Zuversicht aus, mit fest in der Erde verankerten Beinen und einem nach hinten geschwungenen Oberkörper. Kaluzas Arbeit präsentiert Weiblichkeit als kraftvolles Selbstbewusstsein, das auf neue Freiheiten und autonome Entfaltungsmöglichkeiten verweist.

Prof. Dr. rer. pol. Eckhart Bauer

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